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Das Spiel

Gespielt wird mit zwei Mannschaften welche gegeneinander antreten.

Für die schlagende Mannschaft geht es darum, durch jeden einzelnen Spieler die Nousse soweit wie möglich in oder über das Spielfeld (Ries) hinweg zu schlagen. Für den Gegner, welcher als abtuende Mannschaft fungiert, geht es darum, den Nouss so früh wie möglich und in jedem Falle vor dem Aufprall am Boden innerhalb des Spielfeldes zu fangen. Dies geschieht mit Hilfe der Schindeln.

Im Hornussen gibt es, im Gegensatz zu anderen Sportarten, keine festgelegte Spieldauer. Im Normalfall (Wettspiel, Meisterschaft oder Kleinanlass) werden zwei Umgänge an je zwei Ries gespielt. Jede Mannschaft muss also pro Umgang einmal schlagen und einmal abtun.

Jeder einzelne Spieler schlägt pro Umgang zwei Streiche mit drei Versuchen. Das Spielen von zwei Umgängen dauert ca. drei bis vier Stunden.

Als Sieger geht jene Mannschaft hervor, welche sich weniger Nummern notieren lassen musste, das heisst, bei welcher weniger Hornusse ungestoppt im Spielfeld zu Boden gegangen sind. Bei Gleichstand entscheidet das Total der Schla

gpunkte; sind auch die Schlagpunkte identisch, entscheidet das längste Ries (Ries: Total 1. Streich, Total 2. Streich etc.). Ein Unentschieden als Spielresultat kommt daher praktisch nicht vor. Die Schlagweite wird in Punkte umgerechnet. Ab mindestens 100 Metern (=1 Punkt) wird pro 10 Metern einen Punkt dazugerechnet (160m = 6 Punkte). Die Punktzahl wird sowohl als persönliches, wie auch als Teil des Mannschaftsresultates gewertet.

Zusätzlich zur Mannschaftswertung wird bei der Schweizer Meisterschaft und bei Festanlässen eine Einzelschlägerwertung geführt. Massgeblich für die Einzelschlägerwertung sind bei Festanlässen die geschlagenen Punkte. Die komplexere Wertung in der Meisterschaft berücksichtigt zusätzlich Rangpunkte aus den einzelnen Spielen, um Mannschaften mit vorteilhaften Spielfeldern nicht zu begünstigen.

Bei interkantonalen - und verbands Festen werden drei Umgänge gespielt, am Eidgenössichen Hornusserfest - welches alle 3 Jahre stattfindet- werden deren vier gespielt. Dabei heisst der erste Umgang – bei den eidgenössischen Festen die ersten zwei Umgänge – Anhornussen (analog der «Qualifikationsrunde» bei anderen Sportarten). Für die verbleibenden Umgänge (den Ausstich) werden die Gegner dem Resultat des Anhornussens entsprechend neu eingeteilt.

Während bei Hornusserfesten mit drei gespielten Umgängen der Wettkampf am selben Tag abgeschlossen wird, findet der Ausstich beim Eidgenössischen Fest am Folgetag statt.

Ausserdem erwähnenswert ist, dass die Mannschaften geschlechtergemischt sind und dass auch bei der Wertung nicht zwischen Mann und Frau unterschieden wird.